Demenz und Gedächtnisabklärung in Goslar im Harz
Wenn das Gedächtnis nachlässt, muss nicht sofort eine Demenz dahinterstecken. Trotzdem sollten auffällige Gedächtnisprobleme ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden, besonders dann, wenn sie den Alltag spürbar beeinflussen. Eine neurologische Gedächtnisabklärung kann helfen, Veränderungen besser einzuordnen, mögliche Ursachen zu unterscheiden und die nächsten sinnvollen Schritte festzulegen. Die neurologische Versorgung des MVZ ist am Standort Goslar angesiedelt. Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis gehören zu den häufigsten frühen Symptomen einer Demenz, es können aber auch andere, teils behandelbare Ursachen dahinterstecken.
Ihre Gedächtnisabklärung – Veränderungen verstehen, Ursachen einordnen, Sicherheit gewinnen
Der Anlass
Wann eine Gedächtnisabklärung sinnvoll ist
Eine Gedächtnisabklärung ist sinnvoll, wenn Gedächtnisprobleme, Orientierungsstörungen oder andere Veränderungen des Denkens und Alltagsverhaltens über längere Zeit auffallen oder zunehmen. Das gilt besonders dann, wenn Termine vergessen werden, vertraute Abläufe nicht mehr sicher gelingen, Gespräche wiederholt werden oder Angehörige deutliche Veränderungen bemerken. Bei Demenzerkrankungen sind anfangs häufig Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit gestört; später können auch Orientierung, Sprache und Alltagskompetenz stärker beeinträchtigt sein.
Das kann zum Beispiel sinnvoll sein bei:
Die Abklärung
Was bei der Untersuchung gemacht wird
Bei der Gedächtnisabklärung geht es zunächst darum, Beschwerden und Veränderungen möglichst genau zu erfassen. Dazu gehören die eigene Beschreibung der Probleme und, wenn möglich, auch Hinweise von Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen. Danach folgen in der Regel eine körperliche und neurologische Untersuchung sowie standardisierte Gedächtnis- oder Leistungstests. Je nach Fragestellung können zusätzlich Laboruntersuchungen, Bildgebung oder weitere diagnostische Schritte sinnvoll sein.
Wichtig ist: Eine Gedächtnisabklärung soll nicht nur eine Demenz bestätigen oder ausschließen. Sie dient auch dazu, andere mögliche Ursachen mitzudenken, zum Beispiel Depressionen, Delir, Stoffwechselstörungen oder andere Erkrankungen, die Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme auslösen können.
Der Ablauf
So läuft die Abklärung in der Regel ab
Zu Beginn wird genau besprochen, welche Veränderungen aufgefallen sind, seit wann sie bestehen und wie stark der Alltag dadurch beeinflusst wird. Danach folgen die neurologische Untersuchung und einfache standardisierte Tests des Gedächtnisses und der geistigen Leistungsfähigkeit. Auf dieser Grundlage wird eingeschätzt, ob eher altersübliche Veränderungen, eine leichte kognitive Störung oder der Verdacht auf eine Demenzerkrankung vorliegen und ob weitere Untersuchungen nötig sind.
Kurz zusammengefasst:
Wenn die Verwirrtheit plötzlich auftritt, sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtert oder mit akuten körperlichen Symptomen einhergeht, muss das anders bewertet werden als eine langsam zunehmende Gedächtnisstörung. Plötzliche Verwirrtheit kann auf ein Delir oder eine andere akute Ursache hinweisen und gehört rasch medizinisch abgeklärt.
Die Vorbereitung
Was Sie vor dem Termin beachten sollten
Für die Gedächtnisabklärung ist es hilfreich, wenn Sie Veränderungen möglichst konkret beschreiben können. Wichtig sind vor allem: Seit wann bestehen die Probleme, was genau fällt auf, wie oft tritt es auf und wo zeigen sich Einschränkungen im Alltag. Auch eine Begleitperson kann sehr hilfreich sein, weil Veränderungen von außen oft anders wahrgenommen werden als von Betroffenen selbst.
Hilfreich zum Termin sind in der Regel:
Dr. med Rasso Riffelmacher informiert
Was viele Patientinnen und Patienten vorab wissen möchten
Viele Menschen setzen Vergesslichkeit sofort mit Demenz gleich. Das ist zu kurz gedacht. Nicht jede Gedächtnisstörung ist eine Demenz, und nicht jede Demenz beginnt gleich. Gerade deshalb ist die medizinische Abklärung wichtig: Sie hilft, normale Altersveränderungen, andere Erkrankungen und mögliche demenzielle Entwicklungen voneinander zu unterscheiden.
Wichtig ist auch: Eine Gedächtnisabklärung bedeutet nicht automatisch, dass sofort eine endgültige Diagnose feststeht. Häufig geht es zuerst darum, Veränderungen strukturiert einzuordnen und zu entscheiden, welche weiteren Untersuchungen sinnvoll sind. Frühzeitig Klarheit zu bekommen, kann trotzdem sehr hilfreich sein, sowohl für Betroffene als auch für Angehörige.
Sie möchten Ihre Beschwerden abklären lassen?
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin im MVZ. Wir besprechen Ihr Anliegen, klären die nächsten Schritte und schauen gemeinsam, welche Untersuchung oder Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Häufige Fragen
Demenz
Demenz ist in vielen Fällen nicht heilbar. Es gibt aber Behandlungen und unterstützende Maßnahmen, die Beschwerden beeinflussen und den Alltag stabilisieren können.
Ja, wenn möglich. Eine Begleitperson kann helfen, Veränderungen im Alltag genauer zu beschreiben und wichtige Beobachtungen beizusteuern.
Wenn Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit plötzlich auftreten oder sich innerhalb kurzer Zeit stark verschlechtern, ist eine rasche medizinische Abklärung nötig.
Vor allem dann, wenn Vergesslichkeit auffällig zunimmt, den Alltag beeinträchtigt oder Angehörigen deutliche Veränderungen auffallen.
Normale Altersvergesslichkeit ist meist milder und beeinträchtigt den Alltag nicht dauerhaft. Bei einer Demenz nehmen Gedächtnis, Orientierung, Sprache oder Alltagskompetenz deutlicher und anhaltend ab.
Zur Abklärung gehören meist ein ausführliches Gespräch, eine körperliche und neurologische Untersuchung sowie standardisierte Gedächtnistests. Je nach Befund können weitere Untersuchungen hinzukommen.